Als ich zum allerersten Mal von der Idee der Barcamp Night gelesen habe, hätte ich niemals gedacht, dass daraus so ein wahnsinnig tolles Event werden würde. Ein städteübergreifendes Barcamp (so hatte ich es damals verstanden) erschien mir in Zeiten virtueller Barcamps als wenig neu, wenig innovativ und wenig besonders. Schließlich ist jede Veranstaltung in Zeiten von Corona irgendwie grenzenlos und offen. Doch irgendetwas an dieser Idee war doch anders. Ich brauchte nur eine Weile, bis ich verstanden habe, was es war.

Gemeinsam sind wir stark

Analoge Barcamps laufen schon länger nicht mehr sehr gut. Die Gründe hierfür können vielfältig sein. Aber das Ergebnis ist immer dasselbe: es sind immer die selben Menschen, die man trifft und es kommen immer weniger. Auch scheint zwischen den einzelnen Barcamps ein regelrechter Wettstreit um die Besucher:innen zu herrschen, was die Lage zudem verschärft. Die aktuelle Pandemie war also Herausforderung und Chance zugleich. Es galt, ursprünglich analog geplante Veranstaltungen wie Barcamps schnell und attraktiv digital umzusetzen. Virtuelle Barcamps waren nicht länger eine Konkurrenz; sie waren die einzige Möglichkeit, die den Barcamper:innen am Ende blieb.

Das Internet ist für uns alle Neuland

Mit der Zusammenführung von 13 unterschiedlichen Barcamps aus ganz Deutschland haben wir weit mehr erreicht, als nur einen schönen gemeinsamen Abend. Wir haben gemeinsam Grenzen geöffnet, die uns selbst zum Teil gar nicht bewusst waren. Wir haben einen Raum zum Lernen geschaffen. Einen Raum für Austausch. Und zuletzt auch eine Ausgangsposition für weitere Kooperationen unter den vielen Barcamps. Dies alles verdanken wir vor allem unseren wundervollen Teilgeber:innen, die diesen Abend mit den unterschiedlichsten Themen erfüllt haben. Ohne euch wäre dieses Barcamp niemals zustande gekommen.

Gemeinsam für einen guten Zweck

Fotos: 22STARS

Wie euch sicher nicht entgangen ist, haben wir dieses Mal ein Eintrittsgeld festgelegt. Für uns von der Netz&Work tatsächlich eine Premiere. Dieses Eintrittsgeld hatte zwei sehr positive Effekte. Die von allen Organisator:innen gefürchtete No-Show-Rate, also der Anteil der Angemeldeten, welche ohne Absage dem Event fernbleiben, war so niedrig wie nie zuvor. Dies hat für euch einen entscheidenden Vorteil: die vergebenen Plätze werden auch tatsächlich genutzt und es muss niemand auf das Event verzichten, obwohl rückblickend eigentlich noch Platz gewesen wäre.

Der zweite positive Effekt ergibt sich für die Organisationen 22Stars und Teachfirst, denen wir dank eurer Teilnahme jeweils ganze 250,- Euro spenden konnten! Beide Organisationen haben sich riesig gefreut und mich gebeten, euch ein ganz großes DANKESCHÖN zu übermitteln, was ich nur zu gern tue! Danke!

Hilfe zur Selbsthilfe – 22STARS

22STARS hilft Menschen in Uganda, die in extremer Armut leben, sich selbst zu helfen. Viele Frauen und Männer aus den Slums von Kampala und Jinja arbeiten gemeinsam daran, handgemachten Schmuck aus recycelten Papierperlen herzustellen. Mit dem Gewinn aus dem Verkauf der Schmuckstücke können sie sich und ihre Familien versorgen. 

Einsatz gegen Chancenungleichheit – Teach First Deutschland

Teach First Deutschland (TFD) zeigt, dass Jugendliche in sozialen Brennpunkten erfolgreich sein können. Dafür arbeiten Hochschulabsolventinnen und ‑absolventen verschiedener Studienrichtungen als Fellows bundesweit an Brennpunktschulen. 

Als zusätzliche Lehrkräfte in Unterricht und Ganztag unterstützen sie Schülerinnen und Schüler besonders dort, wo diese häufig scheitern: an Übergängen im Bildungssystem.

Mein persönlicher Rückblick auf die #bcnightDE

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